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mosaik



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Gewinnen - Verlieren - Leben

Ich werde gewinnen, auch wenn ich verlieren werde, ihn, diesen Mann, für den ich und wegen dem ich den Schritt zurück ins Leben, in mein Leben wage. Für den ich den Kampf aufgenommen habe, halb ängstlich, halb hoffnungsvoll.

Jahrzehnte schlief ich den Schlaf des Dornröschens, eingewickelt in die schweren, dicken Decken der Gewohnheit, der Pflicht und der erdrückenden Verpflichtung. Am Ende war es nicht mehr ein Schlafen, sondern ein Sterben. Tot bereits im Leben. In einem Leben, welches nicht stattfand, sondern nur erträumt, ersehnt war.

"Später einmal, irgendwann einmal", so verging Jahr für Jahr, Monat für Monat in erstarrter, ängstlicher, resignierter Unbeweglichkeit. Irgendwann einmal. Warten auf dieses "irgendwann einmal". Darauf, dass irgendwas passiert. Darauf, dass ich eines morgens die Augen öffne und alles anders ist. Ich anders bin. Ich ein Leben habe - mein Leben.

Ich werde ihn verlieren. Entweder, weil er nicht solange auf mich warten wird, bis ich mich aus den Trümmern meines Dornröschenschlosses befreit habe, oder weil die Fülle der Lügen, die ich ihm aufgetischt habe, so unerträglich sein wird, dass er an dem Tag, an dem ich ihm die Wahrheit sagen werde, wortlos geht und sich nicht einmal mehr umdreht.

Die Wahrheit. Wahrheit ist für jeden etwas anderes. Selbst ein schöner Junitag kann für den einen viel zu heiß, für den anderen recht kühl sein und jeder hält sein Empfinden für die Wahrheit. Was also ist Wahrheit? Nicht mehr als ein Empfinden? Eine Sicht der Dinge? Eine Tageslaune?

Meine Wahrheit ist, dass ich liebe. Endlich wieder liebe. Und dass ich lebe. Endlich wieder lebe. Und nie wieder sterben möchte, mitten im Leben.

Ich lebe wieder. Dornröschen ist aufgewacht.

12.4.07 12:42
 


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